Regelmäßig durchstöbere ich die Google-Suchergebnisse nach lokalen Websiten. Was ich jedoch auf den einzelnen Seiten finde, ist größtenteils erschreckend. Die Websiten werden seit Jahren nicht mehr gepflegt.

8 Anzeichen, dass Sie Ihre Website aktualisieren sollten

1. nicht-responsives Design

Im Zeitalter der stetig steigenden Smartphone-Nutzung sollte Ihre Internetseite auch für mobile Endgeräte optimiert sein. Kein Besucher möchte auf seinem Handy hin- und herzommen müssen, um den Inhalt lesen zu können.

2. Besucherzähler

Welchen Websitenbesucher interessiert es, wie viele Besucher jemals Ihre Homepage besucht haben oder derzeit online sind? Die Besucheranalyse sollte dem Websitenbetreiber helfen, seinen Websiteninhalt zu optimieren, um so mehr potentielle Besucher zu gewinnen. Ein Counter erledigt das nicht für Sie.

Außerdem verstoßen die meisten Besucherzähler gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), da der Kunde dem Tracking nicht widersprechen kann.

3. Animierte Grafiken (Gifs)

Bitte nicht! Vor 10 – 15 Jahren war das vielleicht in, Websitenbesucher die blinkenden Bilder und Texte kreativ fanden.
Heutzutage besucht man eine Website, um sich einen Überblick über die Person des Websitenbetreibers zu verschaffen und sich zu informieren.
Die anmierten Textdateien schrecken hier nur ab.

4. fehlende oder fehlerhafte Datenschutzerklärung

Seit dem 25. Mai 2018 stehen Sie auf der Abschussliste von Abmahnanwälten, sofern die Datenschutzerklärung auf Ihrer Homepage fehlt bzw. noch nicht an die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) angepasst ist. Websitenbesucher müssen informiert werden, welche Daten auf Ihrer Homepage gespeichert werden bzw. werden können.

5. Impressum – Angaben zum Websitenbetreiber

Ein Impressum ist auf jeder Website zwingend erforderlich, selbst wenn es sich nur um eine private Homepage handelt. Einen Abmahnanwalt interessiert es nicht, ob Sie auf Ihrer Homepage bloß private Urlaubsfotos hochladen oder über Ihre Hobbys posten. Der Websitenbetreiber muss identifiziert werden können.

Pflichtangaben sind

  • Name und Anschrift des Websitenbetreibers
  • Kontaktdaten, z. B. E-Mail-Adresse (Telefonnummer ist optional)
  • Bei Firmenwebsiten muss die Rechtsform sowie die zugehörige Registernummer und das Registergericht angegeben werden (sofern vorhanden)
  • Die USt-ID Nummer ist ebenso Pflicht bei gewerblichen Websiten (bei Kleinunternehmen sollte ein Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG angegeben werden)
  • Bei gewerblichen Websiten muss ein Hinweis zur Verbraucherstreitbeilegungsplattform angegeben werden (selbst wenn man nicht am Verbraucherstreitverfahren teilnimmt), sonst droht eine Abmahnung

6. Impressum – Haftungsausschluss (Disclaimer)

Häufig wird im Disclaimer oder Haftungsausschluss auf das Urteil des LG Hamburg v. 12. Mai 1998 verwiesen. Es ist das wohl bekannteste Urteil unter Website-Betreibern. Wer sich dieses Urteil aber mal zur Hand nimmt und liest, wird erstaunt feststellen, dass darin das genaue Gegenteil von dem besagt wird, was in Disclaimern steht: Nämlich, dass ein pauschaler Haftungsausschluss für alle verlinkten Inhalte nicht ausreichend ist.

Wenn Sie ein rechtssicheres Impressum generieren möchten, dann nutzen Sie doch den kostenlosen Impressum-Generator von eRecht24.

7. Backlinks

Sie denken, je mehr externe Webseiten auf Ihren Internetauftritt verlinken, desto besser wird Ihre Website bei Suchmaschinen wie Google eingestuft? – Dann liegen Sie nur teilweise richtig.

Grundsätzlich macht es Sinn, z. B. von Kundenwebseiten oder anderen Vereinswebseiten zurückzuverlinken. Da spricht nichts dagegen.

Machen sie aber bitte nicht den Fehler und bieten irgendwelchen Webseitenbetreibern, die sie nicht kennen, einen Linktausch an, vor allem wenn dieser nur darauf aus ist, möglichst viele Backlinks zu generieren.

Google wird das irgendwann merken und Ihre Homepage im Suchranking herunterstufen.

8. Werbung, Werbung und nochmals Werbung

Ok, sie wollen über Ihre Homepage Geld verdienen, also registrieren Sie sich für Google AdSense oder diverse Affiliate-Programme und integrieren diese in Ihren Internetauftritt. Von den Werbeportalen wird Ihnen eine Vergütung versprochen, sobald jemand auf das Banner im Text klickt.

Die Google-Suche ist mittlerweile so intelligent, dass Ihnen Werbung gezeigt wird, basierend auf Ihren letzten Suchergebnissen.

Im Monatsreport von AdSense & Co. wundern Sie sich jedoch dann, dass Sie nur Peanuts bzw. gar nichts eingenommen haben – aber warum?

Die meisten PC-Nutzer haben auf Ihrem PC einen Adblocker installiert. Ich spreche hier nicht nur von den 30 Prozent der Nutzer, die dass Adblocker-Addon im Firefox installiert haben, sondern von Antivirenprogrammen. Viele dieser Produkte haben in den Einstellungen einen Spam- und Werbefilter voraktiviert.

Fazit:

  • Die Einnahmenquote dieser Dienste ist gering. Ihre Website muss wirklich der Renner sein und die Besucherzahlen müssten nur so strömen, damit sich das lohnt.
  • Die Werbefelder verunstalten Ihre Website und nerven die Besucher.
  • Versuchen Sie lieber, den Content (Texte, Bilder) auf Ihrer Website zu vermarkten und verkaufen Sie Ihre eigenen Produkte/Dienstleistungen.

Epilog:

Falls Ihr Internetauftritt einen der oben genannten Mängel aufweist, sollten Sie spätestens jetzt bei reagieren. Es gibt noch zahlreiche weitere Kritikpunkte, die wichtigsten habe ich Ihnen nun mit auf den Weg gegeben.

Gerne stehe ich Ihnen bei der Anpassung Ihrer Homepage zur Seite. Schreiben Sie mir eine Nachricht!

Freundliche Grüße

Lukas Vogel